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BIG-5 in Saalbach

Anne Cathrine Lind Ceni - Freitag d. 16. März 2018

BIG-5 in Saalbach

Es ist eher unwahrscheinlich ein vergleichbares Raderlebnis zu finden. Einzigartig und alternativlos ist dieses spannende Bike-Abenteuer auf der To-Do-Liste vieler Radenthusiasten. Diese Tour verbindet fünf Berge und fünf Seilbahnen in Saalbach Hinterglemm und Leogang. Auf jedem Berg gibt es spannende Strecken für ein ultimatives Fahrvergnügen und das alles an einem Tag.

Wir sind die Big-5 gefahren

Unser persönlicher Bericht

Unsere müden Beine sind kurz davor aufzugeben und obwohl es die letzten Kilometer bergab Richtung Saalbach geht, ist es schwierig die Füße kontrolliert in den Pedalen zu halten. Wir sitzen jetzt seit etlichen Stunden und 63 Kilometern im Sattel, haben 5000 Höhenmeter überwunden – zugegebenermaßen haben wir den Lift von 3500 m auf 5000 m genommen -, haben uns unentweg auf die Strecke konzentriert und schwierige Anstiege gemeistert. Alles zusammengenommen war dieser Tag einer der besten als Mountain-Biker überhaupt.

   

Zwei Tage zuvor sind wir abends in Saalbach angekommen und hatten geplant, direkt am nächsten Morgen die Big-5 zu starten. Doch eine Kaltfront mit Regen bedeckte das landschaftlich wunderschöne Tal und versorgte die grüne Landschaft mit entsprechender Feuchtigkeit. Zum Glück wurde das Wetter im Verlauf des Nachmittages besser und wir konnten eine Tour Richtung Leogang und retour über die abschüssige Milka Strecke unternehmen. 915 Höhenmeter auf nur 9 km Strecke waren am nächsten Tag in den Beinen zu spüren. Zum Glück war die Strecke gut zu fahren, da sie nicht übermäßig nass war.

Am darauffolgenden Tag meinte der Wettergott es gut mit uns. 20°C bei frischer Bergluft und blauer Himmel über den Bergen. Wir starteten unsere Big-5 Tour in Hinterglemm, da der weibliche Teil unserer Gruppe von dort aus wandern gehen wollte und wir somit den ersten Lift, die Zwölfkoglerbahn, noch gemeinsam nehmen konnten.

500 Höhenmeter weiter verabschiedeten wir uns von ihnen und fuhren die erste abschüssige rote Strecke, die Z-Line. Ein wenig nervös, mit großen Erwartungen und immer einer Hand an der Bremse - sollte uns im Rausch der Geschwindigkeit die Panik überrollen – ließen wir die Räder dennoch rollen.  

Die Z-Line ist die einzige rot markierte Strecke (alle anderen sind blau) unter den Big-5 und vielleicht nicht unbedingt für den Start geeignet. Sie übertraf aber alle unsere Erwartungen. Wir konnten schnell Geschwindigkeit aufnehmen, die ersten Jumps machen und viele Berme hochfahren. Wenn es zu schnell wurde, gab es immer eine B- oder Chicken Line, in die man wechseln konnte. Nach dem ersten erfolgreichen Downhill war die Erleichterung und ein Strahlen in unseren Gesichtern zu sehen.

Eine kurze Tour durch Hinterglemm führte uns zum nächsten Lift, den Reiterkogel, der uns in geringer Zeit oben auf den Cool Flow Track (blaue Strecke) brachte. Mit gesteigertem Selbstvertrauen befuhren wir die Berme über kleinere Rollers und Jumps.   

Nach dieser coolen Abfahrt änderte sich der Charakter der Big-5 ein wenig. Es ging weiter mit dem Kohlmais Lift in Saalbach ganz nach oben. Hier wartete eine größere Herausforderung auf uns, denn unser Trail befand sich auf der Bergseite Richtung Leogang. Nachdem es tags zuvor stark geregnet hatte, war der Boden sehr nass und es gab viele rutschige Baumwurzeln. Das bedeutete viel Körpereinsatz und wir hatten Mühe, uns auf den Rädern zu halten.

Bevor man mit der Asitzbahn oben ankommt, kann man eine sehr gute Downhill Strecke mit anschließendem Anstieg fahren. Im Anschluß befindet man sich inmitten Leogangs hervorragendem Bike Park. Hier trainieren die Profis jedes Jahr für den Downhill Worldcup. Auch Kinder und Anfänger sind willkommen , es gibt Änfängerstrecken. Glücklicherweise gibt es im Bike Park auch einige Flowtracks. Wir wählten jedoch die uns empfohlenen Trails „Hot Shots“ und „Hang Man. Ein fantastisches Erlebnis! 900 Höhenmeter in einem Rutsch bergab, da fangen dann auch die Arme und Beine irgendwann an zu zittern!!

 

 

  

Mountainbiking in Saalbach

 

 

Mountainbiking in Saalbach

 

 

 

Mountainbiking in Saalbach

Dann sind wir mit dem Lift nochmals nach oben gefahren und haben eine alternative Route auf den Gipfel des „Kleinen Asitz“ gewählt. Es war ein leicht chaotischer Anstieg, was aber auf der folgenden Strecke zum „Grossen Asistz“ noch übertroffen wurde. Darum gönnten wir uns auf der Seidl Alm bevor wir nach Saalbach zurückfuhren eine gemütliche Brotzeit. Wir hatten gute Erinnerungen an diese Alm, da wir sie bereits während eines Skiurlaubes besucht hatten. Und egal ob nach einem Skitag oder einem Tag auf dem Rad, der Körper braucht neue Energiereserven.

Wir fuhren -nochmals- den Milka Trail. Eine großartige Abfahrt, die man auf Hardtail fahren kann. Mit noch mehr Power, kann man aber eine deutlich höhere Geschwindigkeit erreichen. Wer diesen Trail wählt, kann seine Grenzen ausloten und erhält viele coole Tipps.

Am Ende der Strecke kommt man direkt in das gemütliche Zentrum von Saalbach. Hier bietet es sich an, bevor es weiter mit dem Schattberg Lift geht, in einem der Straßencafés noch kurz zu verweilen und z.B. einen Kaffee zu trinken.

Der Schattberg Lift brachte uns 1.000 m hoch auf den Schattberg Ostgipfel. Hier führt die schwarze X-Line vorbei in den Ort. Sie ist zwar nicht Teil der Big-5, bietet sich aber für einen anderen Tag an, wenn man sich mit den Abfahrten mehr vertraut gemacht hat.

Um die Big-5 zu vervollständigen, muss man nun zum Westgipfel. Eine Herausforderung. Der Anstieg ist anstrengend und entlang der Strecke sieht man erwachsene, starke Männer ihr Mountainbike tragen….Wenn man aber – so wie wir – in Hinterglemm startet, ist dies hier die letzte zu fahrene Strecke nach vielen Kilometern und müden Beinen. Doch man wird auf die schönste Weise für diese Anstrengungen belohnt. Vom Gipfel, dem Westgipfel, startet der legendäre Downhill Hacklberg Trail.

Mit einer Länge von 8 km und mehr als 1000 m Höhenunterschied ist er ein ehrenwerter Abschluss eines großen Mountainbike-Abenteuers. Und wenn es sehr anstrengend war, auch die letzten Kilometer bis nach Hinterglemm hinter uns zu bringen, so war doch ein großes und zufriedenes Lächeln in unseren Gesichtern nicht zu übersehen.

Hier haben wir dann auch unsere Frauen wieder getroffen, die bereits Pläne für den Besuch eines Wasserparks, Minigolfparks oder Shoppen mit und für uns gemacht hatten…. Nach längerer Diskussion und vielem Hin und Her konnten wir sie glücklicherweise davon überzeugen, dass wir am Ende dieses Tages doch lieber die Beine hochlegen und unsere Augen zumindest für ein Weilchen schließen wollten.

 

 

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